Der richtige Zeitpunkt
֍ Das Lektorat beinhaltet eine tiefergehende Überarbeitung des Textes. Es hat Verbesserungen im Hinblick auf Stil, Klarheit der Argumentation und Lesefluss zum Ziel. Erfahrungsgemäss erfolgt das Lektorat in mindestens zwei Arbeitsrunden, da regelmässig Rückfragen aufkommen, die durch die Autorin oder den Autor zu beantworten sind. Werden einzelne Textabschnitte überarbeitet, ist jeweils darauf zu achten, dass die Gesamtstruktur von Kapiteln noch stimmt, die Terminologie einheitlich bleibt und keine Folgefehler entstehen. Der Autor oder die Autorin behält die Hoheit über den Text. Er oder sie ist in den Lektoratsprozess eingebunden und gefordert, sich noch einmal mit dem Text auseinanderzusetzen.
֍ Bestimmte Bearbeitungsschritte eignen sich nicht für die Arbeitsphase kurz vor der Vollendung und Einreichung eines Manuskripts. Die Gliederung und Struktur von Texten möchte man kurz vor Abgabe einer Arbeit lieber nicht mehr in grösserem Umfang umstellen. Die Arbeit am roten Faden und an der Argumentation kann bei langen Dokumenten aufwändig sein. Dies gleichzeitig mit dem letzten Korrekturlesen anzugehen, ist wenig sinnvoll.
Eine gute wissenschaftliche Publikation zeichnet sich durch Qualität in Inhalt, Sprache und Form aus. Sie entsteht in einem Schreibprozess, der komplex, abhängig von vielen äusseren Umständen sowie vom Arbeitsstil der Autorin ist und in Schleifen verläuft. Eine Linearität ist in vielen Arbeitsstufen nicht gegeben. Die Revision ist ein wichtiger Teil der Textproduktion. Die Bearbeitung der verschiedenen qualitätsrelevanten Dimensionen eines Texts erfordert spezifische Blickwinkel auf den Text und unterschiedliche methodische Herangehensweisen. |
Der richtige Zeitrahmen
Die Arbeit am Text benötigt Zeit. Die Lektorin muss sich in ein Themengebiet einarbeiten, sich mit neuer Terminologie bekannt machen und ein Gefühl für den Stil des Autors und die Bedürfnisse der Leser und Leserinnen bekommen. Gerade bei umfangreichen Dokumenten geschieht ein Lektorat auch nicht «in einem Rutsch». Man liest den Text mehrfach. Oft ist es hilfreich, einen Moment innehalten zu können, das Dokument zur Seite zu legen und dann mit frischem Geist wieder zu starten.
Planen Sie einen realistischen Zeitraum für das Lektorat Ihrer Texte ein. Ich bemühe mich, Ihnen bei der Offertstellung eine sorgfältige Einschätzung zum Zeitbedarf zu geben, und arbeite termingerecht und flexibel im Hinblick auf Kundenbedürfnisse.
Einige Gedanken zu KI
Setzen Sie KI wohlüberlegt ein. Informieren Sie sich, wie KI-unterstützte Programme funktionieren und welche Verantwortung Sie als Autor haben. Insbesondere für Juristen sind Sprache und Text wichtige Werkzeuge. Geben Sie den Denk- und Schreibprozess nicht unüberlegt aus der Hand.
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Fazit: Der Einsatz von KI beim Verfassen wissenschaftlicher Texte bringt vielfältige Verantwortlichkeiten mit sich. Bei welchen Prozessen KI sinnvoll genutzt werden kann, ist sorgfältig zu hinterfragen. Wenn es um die Erarbeitung hochstehender wissenschaftlicher Publikationen geht, dann ist eine Zeitersparnis nicht automatisch gegeben. Der Gedanke, einen weitgehend von KI generierten Text zu erstellen und diesen dann nachträglich zu «vermenschlichen», erscheint nicht zielführend und kann zu vielfältigen Problemen führen. |
Arbeitsmodus
Die Bearbeitung Ihres Textes kann in Word (im Track-Changes-Modus), im PDF oder über InCopy (Adobe InDesign) erfolgen. Für Rückfragen stehe ich während des gesamten Bearbeitungsprozesses zur Verfügung.
